Haute Horlogerie

Eine Uhr kann begeistern, wenn ein begabter Uhrmacher all seine Fähigkeiten und sein Herz in den Prozess der Erschaffung gesteckt hat. Darum umgibt manch ein Gesellenstück bereits ein Hauch des Zaubers, welchen die großen Meisterwerke in besonderem Maße ausstrahlen. Doch solche Meisterwerke können nicht einfach aus der Routine entstehen. Sie werden geboren, wenn man nach den Sternen greift.
Seit Jahrhunderten hinterlassen große Meister auf diese Art ihre Fußstapfen im Schnee der Geschichte und die Meisterwerke der Uhrmacherkunst zeichnen einen Pfad. Das Gefühl, wenn wir ein solches Meisterwerk in den Händen halten, flüstert uns zu, dass dieser Pfad an einen magischen Ort führt.
Vielleicht führt der nächste Schritt der Manufaktur in Oppenheim uns noch etwas näher an diesen magischen Ort heran!
Uhren

Founders Edition - Vision Tourbillon
- Streng limitiert
- Fliegendes Tourbillon
- Handaufzug
- Edelstahlgehäuse
- Durchmesser: 46 mm
- Gehäuse: Vision-Gehäuse, vollständig In-House hergestellt und finissiert
- Uhrwerk: Eigenentwicklung mit hochsichtbarem fliegendem Tourbillon direkt unter dem Glas, vollständig handfinissiert, Basis Omega Kaliber 2201
Founders Edition
Limitierung: 7 Stück
Preisbereich: Auf Anfrage
Souscriptionsmodell
Informationen anfordern
Sie interessieren sich für die Founders Edition oder eines der geplanten Projekte? Schreiben Sie mir direkt - ich antworte persönlich.
Alternativ per E-Mail an robin.israel@uhrenkunde.de
Kontakt
- R.I.O. Uhrenwerkstatt
- Robin Israel
- Mainzer Str. 46
- 55276 Oppenheim
- Tel.
- +496133 9382998
- +491579 2316708
- robin.israel@uhrenkunde.de
Öffnungszeiten
Donnerstag und Freitag von 9-12 Uhr und 14-18 Uhr.
Geschichte
Bereits nach meiner Uhrmacher-Ausbildung, für die ich der N.G. Hayek Watchmaking School für immer sehr dankbar sein werde, hatte ich all das Handwerkszeug gelernt, ein fliegendes Tourbillon von Hand zu fertigen.
Im Anschluss an die Ausbildung war dieses Projekt die größte denkbare Herausforderung und forderte mich in einer Weise, die ich bis dahin in meinem Leben noch nicht kennengelernt hatte. Es war eine Herausforderung der Art, bei der man nicht sicher weiß, ob man sie überhaupt schaffen kann, egal wie viel Zeit man investiert.
Diese Hürde zu überwinden hat mich mit dem Virus der "hohen Uhrmacherkunst", "Haute Horlogerie" infiziert und seither war klar, dass ich irgendwann hochkomplizierte Uhren bauen werde.
Mein Weg dorthin führte mich zu meiner eigenen Uhrenwerkstatt, in der ich über 10 Jahre lang in komplexen Reparaturen und Restaurierungen weiter und weiter an meinen Fertigkeiten in der Konstruktion und Anfertigung von fehlenden oder stark beschädigten Uhrenteilen feilen konnte. Gleichzeitig bekam ich unzählige Beispiele eleganter Konstruktionen zu Gesicht und lernte auch Gegenbeispiele kennen, die offensichtlich nicht gut funktionieren und immer wieder ausfallen.
Mit dem letzten Schritt, der endgültigen Inbetriebnahme der CNC-Maschine im Juli 2026 beginnt für mich ein neuer Abschnitt, die Geburt einer Uhrenmanufaktur und die Erfüllung einer Vision.
Vor 2026

Vorgeschichte
Der Traum, eigene Uhren zu bauen, begleitet mich schon seit vielen Jahren. Bereits lange bevor die ersten konkreten Entwürfe entstanden, war für mich klar, dass ich möglichst viele Komponenten selbst fertigen möchte. Doch genau hier begann das Problem: Hochwertige Einzelteile wie zum Beispiel ein Uhrgehäuse in kleiner Stückzahl fertigen zu lassen war entweder kaum möglich oder die Qualität enttäuschend. Oberflächen, Genauigkeit und Details entsprachen nicht dem Anspruch, den ich an eine hochwertige mechanische Uhr stelle.

CNC
Also begann ich, mich intensiv mit CNC-Fertigung und hochpräziser Bearbeitung auseinanderzusetzen. Zunächst experimentierte ich mit einer geliehenen Maschine aus der 10.000-Euro-Klasse. Einige erste Teile waren möglich, doch Präzision und Oberflächenqualität reichten bei weitem nicht aus. Gleichzeitig wurde mir immer deutlicher, wie beeindruckend moderne Präzisionsmaschinen von Herstellern wie Kern oder Hermle sind – technisch faszinierend, aber für eine kleine unabhängige Werkstatt praktisch unerreichbar. Auch kompaktere Lösungen wie die Zorn Micro oder Chiron Micro 5 beeindruckten mich sehr, bewegten sich jedoch ebenfalls in unerreichbaren Preisregionen über 250.000 Euro.
AHCI
2024 wurde ich schließlich von einem durch die AHCI bekannten Uhrmacher angesprochen, eine leitende Position in seiner Manufaktur zu übernehmen und diese langfristig mitzuführen. Ich habe dieses Angebot ernsthaft in Erwägung gezogen. Doch gerade die Vorstellung, in einer Manufaktur zu arbeiten, brachte alte Gedanken und Pläne zurück in den Fokus. Ich wurde mir bewusst, dass ich meine eigenen Ideen verwirklichen wollte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits seit Jahren Uhren konstruiert und nach Maschinen, Fertigungsmöglichkeiten und Zulieferern recherchiert. Dabei kristallisierte sich immer klarer heraus: Wer wirklich kompromisslos hochwertige Einzelstücke oder Kleinserien fertigen möchte, benötigt früher oder später eine eigene hochpräzise CNC-Fräsmaschine.

Wieder CNC
Also begann erneut die Suche. Ich verbrachte unzählige Stunden damit, technische Daten zu vergleichen, Erfahrungsberichte zu lesen und Gebrauchtmaschinen zu analysieren. Doch jeder Kompromiss brachte neue Probleme mit sich. Viele Maschinen waren zu groß, zu schwer, zu alt oder zu ungenau. Andere hatten keine Ersatzteilversorgung mehr oder litten unter veralteter Elektronik und Software. Gerade bei älteren Maschinen kann jede Störung schnell zu einem riesigen Zeitprojekt werden.
Dann entdeckte ich beim Durchstöbern von „maschinensucher.de“ eine Maschine, die ich vorher nie ernsthaft in Betracht gezogen hatte: eine Primacon PFM 24 NGD. Technisch war sie nahezu perfekt für die Uhrmacherei – hochpräzise 5-Achs-Bearbeitung, eine extrem schnelle Fischer-Spindel und eine Positioniergenauigkeit im Mikrometerbereich. Das Problem: Über 1000 Kilogramm Gewicht und einige Zentimeter zu groß für meine Türen.
Eigentlich war die Sache damit erledigt. Doch diesmal ließ mich die Maschine nicht mehr los. Ich begann die Werkstatt auszumessen, Wege zu planen und Möglichkeiten durchzurechnen. Schnell wurde klar, dass der Transport absurd kompliziert werden würde: Eine Rampe für die Eingangsstufen, das Anheben der Maschine im Flur um mehr als einen Meter, das Herausbrechen eines Treppengeländers, das Entfernen eines Türdurchgangs – eigentlich unmöglich.

Umdenken
Also flog ich kurzerhand nach Genf, um mir die Maschine persönlich anzusehen. Sie stammte ursprünglich von Cartier Paris und stand in außergewöhnlich gutem Zustand bei RDMO in Frankreich. Bereits nach kurzer Zeit war klar: Genau diese Maschine musste es sein.
Der anschließende Transport war eine der größten logistischen Herausforderungen meines bisherigen Lebens. Zwei Tage lang wurde die Maschine Zentimeter für Zentimeter durch die Werkstatt bewegt. Türen mussten entfernt, Bauteile angepasst und sogar ein Treppensockel teilweise herausgeschnitten werden, um genügend Freiraum zu schaffen. Doch schließlich stand die Primacon an ihrem Platz.

Installation
Danach folgten umfangreiche Umbauten der Werkstatt. Solche Maschinen benötigen enorme Mengen hochreiner Druckluft, weshalb eine komplett neue Druckluftversorgung mit Schraubenkompressor und Lufttrocknung installiert werden musste. Zusätzlich waren Renovierungsarbeiten und neue überhohe Türen nötig.
Parallel begann ich, Heidenhain zu lernen – die Steuerungssprache der Maschine. Gleichzeitig lief noch der Meisterkurs an der Hessischen Uhrmacherschule, für den ich Unterricht plante und durchführte. Durch den Transport waren zudem einige Grundeinstellungen verloren gegangen, wodurch der automatische Werkzeugwechsler zunächst nicht korrekt funktionierte. Erst durch intensive Fehlersuche und einige Telefonate mit dem Hersteller konnte die Maschine vollständig in Betrieb genommen werden.

Manufaktur
Ein Jahr nach dem eigentlichen Transport fertigen wir mit der Primacon PFM 24 NGD nun hochpräzise Uhrenteile in der neuen Manufaktur.
Damit besteht nun endlich die Möglichkeit, eigene Konstruktionen in der Qualität umzusetzen, die ich mir immer vorgestellt habe. Den Anfang macht eine vollständig überarbeitete Version meines ersten Tourbillons von 2012 in Form einer streng limitierten Founders Edition.

Die Reise beginnt
Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.Johann Wolfgang von Goethe
Weitere Etappen folgen.
Konzepte
Zukunft
Natürlich bestehen bereits weitere Pläne und Ideen, wie es nach dem Vision-Tourbillon weitergeht. Aufgrund meines Werdegangs und meiner Liebe zu Chronographen sind mir zwei Projekte besonders ans Herz gewachsen: ein fliegendes Tourbillon mit einem eigens entwickelten klassischen Chronographenmechanismus sowie ein unabhängiges Tourbillon-Umbauprojekt auf Basis einer Omega Speedmaster mit Kaliber 321. Tourbillons mit zusätzlicher Chronographenfunktion sind selten – eine Kombination, die mich besonders reizt. Beim Speedmaster-Projekt liegt die besondere Herausforderung im Design: Der Charakter der Uhr soll erhalten und betont werden, während das Uhrwerk technisch und gestalterisch auf höchstes Niveau gehoben wird.
In meiner Schublade liegt zudem eine Idee zum Thema Bitcoin-Kunst: ein auf 21 Exemplare limitiertes Tourbillon mit zahlreichen künstlerischen Elementen aus der Bitcoin-Welt – ausschließlich in Bitcoin erhältlich.
Eine weitere Konzeptstudie, an der ich seit Langem arbeite, ist das Ultrallion: ein Hochfrequenztourbillon mit Konstantkraftmechanismus, springender Minute und langer Gangreserve.
Als nächster Entwicklungsschritt könnte eine Mehrachs-Version des Vision-Tourbillons folgen – zunächst mit zwei, später mit drei Achsen.

Multi-Axis Tourbillon
- Mehrachstourbillon auf Basis des Vision-Tourbillons
- Handaufzug
- Gehäuse: Angepasstes Vision-Gehäuse
- Uhrwerk: Eigenentwicklung mit hochsichtbarem fliegendem Multi-Achs-Tourbillon direkt unter dem Glas

Tourbillon-Umbau Omega Speedmaster
- Umbau Omega Speedmaster Basis 321
- Tourbillon
- Finissage und technische Überarbeitung des gesamten Uhrwerks
- Neufertigung der Basisplatine und Korrektur von Schwachpunkten
- Weitgehender Erhalt der Form und Designelemente mit Betonung einiger Details
OMEGA und SPEEDMASTER sind Marken der Omega SA. Dieses unabhängige Konzept steht in keiner Verbindung zu Omega SA und wird von ihr weder autorisiert noch unterstützt.

Tourbillon Chronograph
- Neuentwickelter hochsichtbarer Chronographenmechanismus auf klassischer Basis
- Fliegendes Tourbillon
- Handaufzug
- Verschiedene weitere Komplikationen

Bitcoin Tourbillon
- Tourbillon-Armbanduhr zum Thema Bitcoin-Kunst
- Fliegendes Tourbillon
- Handaufzug
- Verschiedene typische Bitcoin-Elemente in künstlerischer Art integriert
- Bezahlbar nur in Bitcoin, die Transaktion wird in die Uhr eingraviert
- Limitiert auf 21 Stück (selbstverständlich)

Ultrallion
- Hochfrequenztourbillon
- Konstante Kraft Mechanismus
- Hohe Gangreserve
- Springende Minute
Einblicke
In die Manufaktur







